Dienstag, Februar 10, 2026
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Zwei Tadschikistaner in den USA wegen Cyberangriffen auf Geldautomaten angeklagt

Dauer: ≈ 0 Min

Die Polizei des Bezirks Lincoln im US-Bundesstaat North Carolina hat eine Gruppe mutmaßlicher Cyberkrimineller aufgedeckt, die Geldautomaten durch digitale Angriffe manipuliert haben soll. Nach Angaben der Behörden wurde ein Verdächtiger festgenommen, während zwei weitere – darunter ein Tadschikistaner und ein iranischer Staatsbürger – zur Fahndung ausgeschrieben sind.

Laut den Ermittlern nutzte die Gruppe eine Methode, die als „ATM Jackpotting“ bekannt ist. Dabei wird die Software eines Geldautomaten gehackt, sodass das Gerät ohne legitime Transaktion Bargeld ausgibt. Durch einen solchen Angriff sollen Anfang Februar mehr als 10.000 US-Dollar aus den Automaten eines Einzelhandelsgeschäfts entwendet worden sein.

Die Polizei nennt folgende Personen als Beschuldigte:

  • Nurmuḥammad Rahmonzoda, 26 Jahre alt;
  • Firdavs Radschabow, 35 Jahre alt;
  • Milad Awazdavani, 36 Jahre alt, iranischer Staatsbürger.

Die Ermittlungen begannen, nachdem am 21. Februar im Bundesstaat Maine eine Reihe ähnlicher Angriffe auf lokale Geldautomaten registriert wurde. Die Behörden vermuten, dass die Gruppe möglicherweise an mehreren koordinierten Cyberoperationen beteiligt war.

Nurmuḥammad Rahmonzoda, der sich laut Polizei unter falscher Identität in den USA aufhielt, wurde etwa einen Monat nach dem Vorfall in South Carolina festgenommen. Firdavs Radschabow und Milad Awazdavani befinden sich weiterhin auf der Flucht. Die Polizei veröffentlichte ihre Fotos und forderte die Bevölkerung auf, Hinweise umgehend an die Behörden zu melden.

Die drei Männer werden verdächtigt,

  • schweren Diebstahl begangen zu haben,
  • Cyberangriffe durchgeführt zu haben,
  • und Teil einer organisierten kriminellen Gruppe zu sein.

Stellungnahmen von Angehörigen oder Verteidigern der Beschuldigten wurden bisher nicht veröffentlicht.

In den Vereinigten Staaten leben nach verschiedenen Schätzungen zwischen 10.000 und 16.000 Menschen mit tadschikischer Herkunft. Viele von ihnen arbeiten in den Bereichen Handel, Transport, Dienstleistungen und Informationstechnologie. Obwohl der Großteil der Diaspora gesetzestreu ist, wurden in den vergangenen Jahren mehrere tadschikische Staatsbürger wegen unterschiedlicher Vergehen festgenommen — von Verstößen gegen Aufenthaltsbestimmungen bis hin zu familiären Konflikten und Verdachtsfällen im Zusammenhang mit extremistischen Gruppen.

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